Was ist ein Studentenkredit? – Tipps zu staatlicher und privater Studienfinanzierung

Die Finanzierung eines Studiums ruht auf vielen Schultern, wobei ein privater Studentenkredit eine von mehreren möglichen Finanzierungsquellen ist. Allgemein bekannt ist, dass ein Studium Geld kostet. Hochschulen geben pro Jahr und Student im Durchschnitt rund 11.000 Euro aus. Studierende zahlen mit rund 800 Euro im Monat zuzüglich Studiengebühren gleichfalls einen Großteil der Kosten ihres Studiums. Die monatlichen Ausgaben für Studenten in München betragen rund 900 Euro und in Dresden um die 750 Euro (gemäß 20. Sozialerhebung des Studentenwerkes 2012). Die privaten Gesamtstudienkosten belaufen sich bei einer 60-monatigen Studiendauer auf rund 50.000 Euro, wobei Studiengebühren (Einschreibegebühren, Langzeitstudiengebühren) noch hinzukommen kommen. Allgemeine Finanzierungsquellen für ein Studium sind Elternbeiträge, BAföG, Stipendium, eigener Verdienst, Bildungskredit von der KfW, Studienkredit von der KfW sowie Studentenkredit von einer Bank oder Sparkasse.

Welche Arten von Studienkredit gibt es?

Es gibt private und staatliche Studienkredite, wie Studienbeitragsdarlehen, Bildungsfonds, Bildungskredite, Studienabschlussdarlehen und Studienkredite. Studienkredite vergeben staatliche wie auch privatwirtschaftliche Institute auf direkten oder indirekten Wegen (Beantragung über Ihre Hausbank).

Bildungsfonds – Geld privater Anleger

Bei Bildungsfonds handelt es sich um ein rein privatwirtschaftliches Angebot mit dem Lebenshaltungskosten, Studiengebühren und Auslandsaufenthalte finanziert werden. Die Rückzahlung erfolgt einkommensabhängig. Zins und Tilgung entfallen. Anbieter sind CareerConcept AG, Deutsche Bildung, Festo Bildungsfonds für Ingenieurwesen & Technik sowie Hochschulspezifische Bildungsfonds. Rückzahlungsbeginn ist unmittelbar nach Berufsstart.

Studentenkredite / Studienkredite von Privat und staatlicher Seite

Studentenkredite sind von staatlicher Seite (KfW Bank) erhältlich und ein privatwirtschaftliches Angebot verschiedener Banken. Sie unterscheiden sich von regulären Krediten, durch monatliche Auszahlungen anstelle der Auszahlung eines Gesamtbetrages. Finanziert werden Ausgaben während des Erststudiums. Die Rückzahlung erfolgt ganz klassisch mit Zins und Tilgung.

Studienkredite der KfW Bank werden wegen der sehr günstigen Zinssätze weit mehr als private Studentenkredite vergeben. Studienkreditangebote unterscheiden sich nicht nur beim Zinssatz, sondern auch hinsichtlich der Kriterien für die Aufnahme in die Förderung und die Kreditrückzahlung.

Zahlreiche Banken bieten parallel zum KfW Studienkredit weitere hochschulspezifische Studentenkredite an. Sehr leistungsstarke Studierende können einen Kredit zu einem günstigeren Zinssatz erhalten. Ein Studentenkredit ist außerdem bei Kreditplattformen wie auxmoney, smava oder lendico erhältlich. Hier finanzieren private Anleger einen Studienkredit direkt online, wobei die Bonität über eine Finanzierung und die Höhe des Zinssatzes entscheidet.

Studienkredit-Anbieter im Überblick:

  • KfW-Studienkredit
  • DKB Studenten-Bildungsfonds
  • Future Finance
  • Sparkassen-Studentenkredite
  • Studentenkredit der Deutsche Bank
  • Studentische Darlehenskasse Berlin
  • Studenten Kredit von privat von auxmoney, lendico oder smava

Darauf kommt es beim Vergleichen der Studentenkredite an

Sicherlich ist die Höhe des Zinssatzes eines der wesentlichsten Argumente. Doch für die endgültige Entscheidung ist ein Blick auf alle für die Rückzahlung wichtigen Parameter sehr zu empfehlen. Die Kosten für einen Studentenkredit werden durch folgende Faktoren beeinflusst:

Zinssatz

Entscheidend für die tatsächlichen Kreditkosten ist der Effektivzinssatz, da dieser alle zusätzlichen Kosten beinhaltet. Bei einem variablen Zinssatz können sich Kreditzinsen während der Laufzeit des Kredites ändern. Die Anpassung des Zinssatzes erfolgt halbjährlich entsprechend der Entwicklung des EURIBOR-Referenzzinssatzes. Meist wird eine Maximalverzinsung für die Laufzeit angegeben. Die Länge der Kreditlaufzeit hat Auswirkungen auf den absoluten Zinsbetrag. Eine lange Laufzeit bedeutet höhere Zinsen. Vergleichen Sie den Zinssatz nicht allein, sondern unter Einbeziehung der Rückzahlungsmodalitäten (Tilgungssumme, Rückzahlungsdauer, Karenzzeit).

Karenzzeit

Mit der Auszahlung der letzten Kreditrate rückt der Zeitpunkt für einen Rückzahlungsbeginn heran. Da nicht jeder Kreditnehmer nach Studienabschluss sofort einen Job findet oder ein Praktikum beginnt, liegt der Termin für die erste Rückzahlung nach Ende einer Ruhephase. In der Regel gewährt der Kreditgeber eine Ruhephase (Karenzzeit) von mindestens 18 Monaten bis zwei Jahre. Sinnvoll ist die Wahl einer kurzen Karenzzeit, auch in dieser Zeit Zinsen anfallen, was die Kosten für den Kredit insgesamt erhöht.

Tilgungsraten

Tilgungsraten müssen Sie so bestimmen, dass sie realistisch sind. Abhängig von der Finanzierungshöhe kommen auf Sie Rückzahlungsraten von 300 bis 600 Euro monatlich zu. Dieser Betrag wird von Ihrem Gehalt über einen Zeitraum von einigen Jahren „abgezogen“ werden. Je nach Kreditmodell gibt es bestimmte Mindesttilgungsraten abhängig von Zinssatz und Rückzahlungsdauer.

Rückzahlungsdauer

Die maximale Rückzahlungsdauer beträgt bei staatlichen Studienkrediten 25 Jahre, bei privaten Studentenkrediten bis zu 20 Jahre. Eine jeweilige Rückzahlungsdauer wirkt sich auf die Gesamtkosten für den Studienkredit aus. Die monatliche Rückzahlungsrate soll daher machbar sein, doch den Kredit nicht unnötig in die Länge ziehen. Sie zahlen beim Kredit immer mehr, als Sie ausgezahlt bekommen. Doch fallen bei langer Rückzahlungsdauer entsprechend hohe Zinskosten an. Nutzen Sie die Möglichkeit einer Sondertilgung. Gebühren sollten für die vorzeitige Tilgung nicht verlangt werden.

Einkommensabhängige Rückzahlung

Da bei einer Finanzierung mit einkommensabhängiger Rückzahlung nicht wie bei einem normalen Ratenkredit Zinsen und Tilgung anfallen, ist ein direkter Vergleich mit den Kreditkonditionen anderer Geldinstitute nicht möglich. Der bei einer einkommensabhängigen Rückzahlung ausgewiesene Prozentsatz bestimmt den pro Monat vom Gehalt zurückgeführten Betrag. Die genauen Finanzierungskosten lassen sich erst nach Abschluss der Rückzahlung gemäß ermitteln, weil die individuelle Einkommensentwicklung über die Verzinsung entscheidet.

Fazit: Was den besten Studentenkredit ausmacht

Es versteht sich, dass Studenten nicht über Sicherheiten wie ein Gehaltsempfänger oder Beamter verfügen. Damit der Start ins spätere Berufsleben nicht mit einer Privatinsolvenz einhergeht, sollten sich Studierende vor der Kreditaufnahme über die Kreditbedingungen informieren. Tipps zur Studienfinanzierung finden Sie u.a. im CHE-Studienkredit-Test 2016 „39 Studienkredite und Bildungsfonds im Vergleich“.

  • unabhängig von BAföG oder Einkünften der Eltern
  • Fester Zinssatz während der Auszahlungszeit
  • Monatliche Raten bis zu 1.000 Euro, bis zu 40.000 Euro Gesamtsumme
  • Karenzzeit bis 24 Monate
  • Einmalzahlungen oder jährliche Auszahlungen bis 5.000 Euro pro Jahr
  • Keine Sicherheiten erforderlich
  • Jederzeit kostenfreie Sondertilgungen möglich

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